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Motorradkleidung pflegen und über den Winter lagern

Die Kurzfassung

Reinige die Kleidung am Saisonende, nicht im Frühjahr. Schweiß, Salz, Insektenreste und Straßenschmutz greifen Gewebe und Leder über Monate an. Danach gilt: komplett durchtrocknen lassen, Protektoren und Membranen separat behandeln, alles hängend, dunkel und trocken lagern. Kein Plastiksack, keine Kellerecke mit feuchter Wand, kein Platz direkt über der Heizung.

Schritt 1: ausräumen und kontrollieren

Bevor etwas in die Wanne oder in den Schrank geht, leerst du alle Taschen. Kassenzettel, Ohrstöpsel, Münzen – alles raus. Danach die Runde über die Nähte: lose Fäden, aufgescheuerte Stellen, hakende Reißverschlüsse. Was jetzt auffällt, kannst du in Ruhe reparieren lassen. Im März fehlt dafür die Zeit.

Prüfe auch die Protektoren. Hartschalen dürfen keine Risse haben, weiche Einlagen sollen ihre Form halten. Bei Sicherheitsausrüstung gilt: Im Zweifel die Herstellerangaben lesen oder im Fachhandel nachfragen – beschädigte Protektoren gehören ersetzt, nicht geklebt.

Textilkleidung: waschen, aber richtig

Bei Textiljacken und -hosen nimmst du zuerst alles heraus, was herausgenommen werden kann. Bei der Flow C5 2.0 Damenjacke sind das die herausnehmbare H2Out®-Membran, die in der Rückentasche verstaut werden kann, und die Warrior Lite Protektoren an Schultern und Ellbogen. Die Jacke selbst ist laut Hersteller pflegeleicht und lässt sich bei 40 °C per Hand waschen.

Ein paar Grundregeln, die für Textil allgemein gelten:

  • Reißverschlüsse und Klettverschlüsse vor dem Waschen schließen, damit der Klett das Gewebe nicht aufraut.
  • Flüssiges Feinwaschmittel ohne Weichspüler verwenden. Weichspüler setzt sich im Gewebe fest.
  • Gründlich ausspülen – Waschmittelreste stören die Atmungsaktivität.
  • Auf dem Bügel an der Luft trocknen, nicht auf dem Heizkörper und nicht in der prallen Sonne.

Mesh-Partien und Belüftungsöffnungen bekommst du mit einer weichen Bürste frei. Insektenreste weichst du vorher mit lauwarmem Wasser ein, statt sie trocken abzuschrubben.

Leder: füttern statt waschen

Leder verträgt keine Waschmaschine. Bei der Sport C4 2.0 Lederhose empfiehlt der Hersteller ausdrücklich die Reinigung mit einem Lederpflegeset oder einem feuchten Tuch – ohne Waschen, Bügeln, Trockner oder chemische Reinigung. Daran solltest du dich halten, auch wenn eine Stelle hartnäckig aussieht.

Praktisch heißt das: Staub und Schmutz mit einem leicht feuchten Tuch abnehmen, das Leder an der Luft trocknen lassen und erst dann pflegen. Dünn auftragen, einziehen lassen, überschüssiges Mittel abnehmen. Zu viel Fett macht das Leder weich und schwer. Innenfutter und Stretch-Partien bleiben dabei außen vor.

Handschuhe und Helm

Lederhandschuhe trocknest du nach der letzten nassen Ausfahrt immer bei Raumtemperatur, niemals auf der Heizung – sonst wird das Leder hart und die Passform leidet. Handschuhe mit Membran wie die Tour C5 mit GORE-TEX® 2-in-1-Technologie brauchen besonders viel Trocknungszeit, weil zwischen Außenmaterial und Membran Feuchtigkeit sitzen kann. Zum Lagern flach ausgelegt oder locker nebeneinander, nicht zusammengerollt.

Beim Helm ist das Innenfutter das Thema. Ist es herausnehmbar und waschbar – wie beim Diavel für Bentley Jethelm, dessen Innenausstattung herausnehmbar, waschbar und hypoallergen ist –, nimmst du es heraus, wäschst es nach Herstellerangabe und lässt es vollständig trocknen, bevor es zurück in die Schale kommt. Die Schale selbst reinigst du nur mit mildem Wasser und weichem Tuch, keine Lösungsmittel. Das Visier bekommt ein weiches Tuch und viel Geduld. Gelagert wird der Helm in seinem Beutel, an einem Platz, von dem er nicht herunterfallen kann.

So lagerst du über den Winter

  1. Vollständig trocken – lieber zwei Tage länger lüften als Stockflecken riskieren.
  2. Hängend an breiten Bügeln, damit Schultern und Leder ihre Form behalten.
  3. Luftig, höchstens ein Stoffbezug. Folie und Müllsäcke schließen Feuchtigkeit ein.
  4. Dunkel und gleichmäßig temperiert, nicht neben der Heizung und nicht im feuchten Keller.
  5. Protektoren ohne Druck lagern, nicht gefaltet unter anderen Sachen.

Vor der ersten Ausfahrt

Protektoren und Membran wieder einsetzen und auf korrekten Sitz prüfen. Reißverschlüsse und Verbindungsschlaufen zwischen Jacke und Hose testen. Reflexelemente kurz ansehen. Und: Kleidung einmal komplett anziehen, bevor du losfährst – nach ein paar Monaten Pause sitzt manches anders, als du es in Erinnerung hast. 🏍️

Häufige Fragen

Muss ich Motorradkleidung wirklich jedes Jahr waschen?

Ja, mindestens einmal pro Saison. Schweiß und Straßenschmutz setzen sich im Gewebe fest und machen es auf Dauer steif und weniger atmungsaktiv. Bei viel Regen oder häufigen Touren darf es auch öfter sein.

Kann ich Protektoren in der Jacke lassen?

Nein. Herausnehmbare Protektoren gehören vor jeder Reinigung raus, sonst verformen sie sich oder das Material leidet. Sie werden separat mit einem feuchten Tuch abgewischt und liegend getrocknet.

Woran merke ich, dass die Imprägnierung nachlässt?

Wenn Wasser nicht mehr abperlt, sondern das Außenmaterial dunkel wird und sich vollsaugt. Das heißt nicht zwingend, dass die Membran defekt ist – meist reicht eine Auffrischung nach Herstellerangabe.

Darf Lederbekleidung in die Reinigung?

Bei der Sport C4 2.0 Lederhose ist chemische Reinigung laut Hersteller ausdrücklich nicht vorgesehen. Halte dich bei Leder generell an die Pflegehinweise im Etikett und arbeite mit Lederpflegeset oder feuchtem Tuch.

Wie lagere ich den Helm am besten?

In seinem Stoffbeutel, trocken, bei Zimmertemperatur und an einem sicheren Platz ohne Sturzgefahr. Das Innenfutter sollte vollständig durchgetrocknet sein, bevor der Helm eingepackt wird.

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Luke